Ratgeber Beamer Leinwand

Auch der beste Highend Beamer kein sein Potential nicht entfalten, wenn er sein Bild nicht auf eine gute Beamer Leinwand projizieren kann. Doch was wodurch zeichnet sich eine gute Leinwand aus?

Die Wahl der richtigen Beamer Leinwand spielt eine wichtige Rolle in Bezug auf die Qualität der Bildwiedergabe. Um das Optimum aus Ihrem Beamer herauszuholen, empfiehlt es sich eine hochwertige Beamer Leinwand zu benützen, dabei speilen Gain-Faktor und Material eine ebenso wichtige Rolle wie die technischen Eigenschaften des Beamers. In diesem Ratgeber werden wir Ihnen die Eigenschaften von Leinwänden genau erleutern und Ihnen Ratschläge für den Kauf von Leinwänden geben.

Inhaltsverzeichnis

     

    1. Bauform

    Grundsätzlich können 2 verschiedene Bauformen von Leinwänden unterschieden werden:

    • Rolloleinwand
    • Rahmenleinwand

    Rolloleinwand

    Bei dieser Bauform befindet sich entweder auf der Oberseite oder auf der Unterseite der Leinwand ein Rollokasten, in dem die Leinwand aufgerollt werden kann. Bei der händischbetriebenen Version dieser Bauform ermöglicht ein Mechanismus das automatische Aufrollen bzw. kann die Leinwand stufenweise ausgezogen werden. Die Form der Leinwand ist zwar praktisch und platzsparend, jedoch können bei manchen Produkten Wellen an der Leinwand enstehen. Die geschieht meist an den Rändern und wird als störend wahrgenommen.

    Rahmenleinwand

    Ist die Leinwand fest mit einem umschließenden Rahmen verbunden, nennt man dies Rahmenleinwand. Sie weisen die selben Eigenschaften auf, wie Rolloleinwände, haben aber einen großen Vorteil. Da die Leinwand fix an einem Rahmen befestigt ist, kommt es zu keiner Faltenbildung am Leinwandtuch. Es können auch keine Falten und Druckstellen entstehen, auch wenn die Leinwand mal länger nicht benutzt wird. Leider ist sie durch die großen Abmasse auch sperrig und schwer zu transportieren.

     

    Rolloleinwand
    Rahmenleinwand

    2. Material

    Um eine bestmögliche Bildqualität zu erzielen, muss der Lichtstrahl des Beamers richtig, zum Auge des Betrachters, zurückgeworfen werden. Je nach Material und Oberflächenbeschaffenheit der Leinwand, wird das Licht mehr oder weniger gestreut und das projizierte Bild ist somit heller und blasser oder dunkler und farbintesiver. Auch der Betrachtungswinkel spielt dabei eine Rolle (Stichwort Gain-Faktor).

    Wenn Sie sich eine Leinwand genauer ansehen, werden Sie feststellen, dass jede gute Leinwand aus mehrern Schichten besteht. Meist sind es drei, miteinander verbundene Kunstfaserstoffe, die das sogenannte Leinwandtuch ergeben. Die einzelnen Lagen des Tuches sind verschieden gefärbt, vorne weiß und hinten schwarz. Der schwarze Rand der Leinwand begünstigt das Kontrastverhältniss positiv.

    Ein Zeichen für minderwertiges Leinwandtuch ist, dass es glänzt und nicht matt ist. Glänzende Leintücher spiegeln und vermindern die Bildqualität.

    Leinwandtücher werden mit sehr aggressiven Chemikalien hergestellt und riechen daher sehr stark wenn sie neu sind.

    TIPP: Lüften Sie die Leinwand 2 – 3 Tage an der frischen Luft aus um den Geruch loszuwerden.

    3. Gain-Faktor

    Der Gain-Faktor, oder auch Leuchtdichtefaktor, wird bei jeder Leinwand angegeben und ist ein Indikator für das Reflexionsverhalten der Beamer Leinwand. Dabei ist ein höherer Wert nicht immer vorteilhaft für den Betrachter, es kommt vielmehr auf den Verwendungszweck der Leinwand an. Dabei kommt es vorallem auf den Betrachtungswinkel der Leinwand an.

    Leinwände werden meist mit einem Gain-Faktor von 1,0 oder 1,5 angeboten.

    Gain-Faktor 1,0

    Der Wert 1,0 sagt aus, dass das Licht welches vom Beamer auf das Leinwadtuch trifft, in alle Richtung gleich stark reflektiert wird. Sie können also von jedem Betrachtungswinkel aus ein gleich helles Bild sehen. Das bedeutet aber auch, dass der Kontrast und die Helligkeit in jedem Betrachtungswinkel schwächer ist, als bei einer Leinwand mit Gain-Faktor 1,5. Ideal wenn mehrere Personen zugleich die Leinwand betrachten, (Präsentationen, Schulegebrauch, usw.)

    Gain-Faktor 1,5

    Bei diesem Faktor wird der Lichtstrahl des Beamers seitlich schwächer reflektiert als gerade. Das bedeutet, wenn Sie gerade zur Leinwand stehen, erscheint Ihnen das bild heller und kontrastreicher als wenn sie es von der Seite betrachten. Eine Leinwand mit diesen Gain-Faktor eignet sich sehr gut für ein Heimkino oder auch für Gamer.

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    4. Leinwand Formate

    Unter dem Begriff „Format“ versteht man das Verhältnis von Länge und Breite der Leinwand. Diese sogenannten Formate sind natürlich genormt und wie folgt aufgeteilt:

    • Format 1:1
    • Format 4:3
    • Format 16:9
    • Format 21:9

    Das Format 1:1 eignet sich für Präsentationen und wird eigentlich nicht für Filme und Computerspiele verwendet. 4:3 wurde früher auch beim Fernsehgerät verwendet, wird aber heute auch nur mehr für Präsentationen genutzt. Das derzeit gängige Format ist 16:9, dieses Format kennen Sie auch bei Ihrem TV-Gerät oder auch bei Bildschirmen. Viele Filme und Serien werden in diesem Format wiedergegben. Das Farmat, das Sie vom Kino kennen ist 21:9 und wird daher auch vorwiegend für Filme genutzt.

    Passen Sie Ihre Leinwand den Medien an, welche Sie am meisten wiedergeben wollen. Zwar können Sie auch auf einer 1:1 Leinwand einen 21:9 Film wiedergeben, aber das Erlebnis wird ein anderes sein. Der schwarze Rand der leinwand soll das Kontrastverhältnis begünstigen, ist das Bild nun kleiner als die Leinwand, sehen Sie eine weiße Fläche zwischen Ihrem projizierten Bild und dem Leinwandrand und diese Fläche lässt das Bild blasser aussehen. Ist die Leinwand kleiner als das wiedergegebene Format des Beamers, sehen Sie nicht das ganze Bild.

    5. Sitzabstand

    Eine der wahrscheinlich wichtigsten Fragen zum Thema Beamer Leinwand, leider auch nicht ganz einfach zu beantworten, da dies von Person zu Person individuell ist. Viele sitzen gerne näher am geschehen als andere, auch die eigene Sehkraft sielt dabei eine Rolle.

    Als Empfehlung aber gilt: Je besser die Auflösung, desto näher können Sie an der Leinwand sitzen.

    Folgene Abstände sind empfehlenswert:

    • Auflösung 4K: Sitzabstand = Leinwandbreite
    • Auflösung Full HD 1080p: Sitzabstand = Leinwandbreite x 1,5
    • Auflösung HD Ready 720p: Sitzabstand = Leinwandbreite x 2
    • Auflösung unter 720p: Sitzabstand = Leinwandbreite x 2,5

    Experimetieren Sie mit den Abständen um das beste Ergebnis zu erzielen.

    Häufig gestellte Fragen

    Was ist der Gain-Faktor?

    Was bedeutet Kontrastverhältnis?

    Wieviel Lumen soll ein Beamer haben?

    Welche Auflösung brauche ich?

    Was ist Keystone-Korrektur?

    Was ist Off-Axis-System?

    Sind Pico-Beamer auch Mini-Beamer?

    Welche Reichweite hat Bluetooth 3.0?